Compliance – Modeerscheinung?

Wer anderen etwas verspricht, sollte sich an das Versprochene halten. So haben wir es als Kinder gelernt. Doch je komplexer Geschäftsbeziehungen werden, desto schwieriger ist es, hier die Übersicht zu behalten.  

Compliance eines Unternehmens kann erreicht werden, wenn Regeln, Prozesse und Überwachungstätigkeiten gut aufeinander abgestimmt sind. Dabei kann man sich nach der ISO-Norm 37301:2021 Compliance Management Systems richten, welche das Zusammenwirken der einzelnen Elemente beschreibt. Auffällig ist: Die Vorgängernorm ISO 19600 war die erste Managementsystem-Norm, in welcher ausdrücklich von Sanktionen die Rede war.

Unter Fachleuten ist manchmal umstritten, ob Compliance sich nur auf finanzielle Transaktionen (z.B. Verhindern von Korruption) oder auch auf andere Geschäftstätigkeiten beziehen soll.

Wer die Perspektive weiter fasst, kann darunter auch anderes verstehen, zum Beispiel

  • Produktkonformität
  • Nachweis, dass Produktlabels oder –deklarationen korrekt ausgestellt werden (z.B. Diesel…)
  • Einhalten von Umwelt-, Sicherheits- oder anderen Vorschriften
  • Erfüllen von individuellen Vereinbarungen mit Stakeholdern wie Nachbarn  

ISO 37301 ist für alle genannten Perspektiven gut anwendbar. Auch diese Norm folgt einem Regelkreis und ist somit kompatibel mit ISO 9001, 14001, 45001 usw.. Die Vorgängernorm ISO 19600 war nur als Leitlinie konzipiert und nicht direkt zertifizierbar. Mit der Ablösung durch die ISO 37301:2021 ist das Compliance Managementsystem jetzt auch zertifizierbar. 

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