Theorie und Praxis

Ob als Theoretiker unter den Praktikern oder als praktisch veranlagte Theoretikerin – zum Erfolg führen beide Wege, weil sie praktische Erfahrung mit dem theoretischen Rüstzeug kombinieren können. Theorie und Praxis führen Hand in Hand zum Erfolg, alles andere scheitert.

Umsetzung von Normforderungen – blanke Theorie?

Bei der Einführung und Weiterentwicklung unserer Fachthemen im Unternehmen sind das Gespür für das Machbare, aber auch die Aktualität der Fachkenntnisse sehr wichtig.

Die Kunst dabei ist, Theorie und Praxis sinnvoll zu verbinden. Es ist wichtig, ganzheitlich zu denken, auf den Stärken des Unternehmens aufzubauen und die nächsten Entwicklungsschritte bewusst zu gehen.

Dabei hilft es, immer wieder zwei Fragen zu beantworten: Was macht unser Unternehmen aus? Wohin soll die Reise gehen?

In unseren Projekten gehen wir von der Praxis aus. Im Normalfall deckt die gelebte Praxis einen mehr oder weniger grossen Teil der in den Normen geforderten «Minimalforderungen an ein Managementsystem» ab. Die fehlenden Forderungen mit einem pragmatischen Ansatz zu ergänzen, ist dank schrittweisem Vorgehen und offener Diskussion im Team gut machbar (neudeutsch: iteratives und agiles Vorgehen).

Die Normen selbst sind neutral. Sie legen fest, «was» im Unternehmen umzusetzen ist, um Normkonformität zu erlangen. Jedoch stellen sie keine Forderungen, «wie» diese Umsetzung gestaltet werden soll.

Beispiel: ISO-Managementsystem-Normen verlangen eine sorgfältige Auswahl von Lieferanten. Mit welchen Vorgehensweisen dies geschieht (Methoden, Checklisten, Bewertungstools usw.), ist dem Unternehmen überlassen. In jedem Fall sind die Vorgaben festzulegen und in der Praxis anzuwenden. Denn erst beide Elemente führen dazu, dass Tätigkeiten im Unternehmen wirksam gesteuert und dort nachvollziehbar werden, wo es für den dauerhaften Unternehmenserfolg wichtig ist.

Stunde der Wahrheit im Audit

Bei der Beurteilung der gelebten Praxis sind die Auditorinnen und Auditoren angehalten, «Zweckmässigkeit», «Angemessenheit» oder «Verhältnismässigkeit» einzuschätzen. Die Auswahl der richtigen Auditoren ist also ein wichtiger Faktor, um ein theoretisches Konstrukt eines praxisfremden Managementsystems zu verhindern.

So oder so, die Normengremien haben mit der Forderung einer fortlaufenden Verbesserung sichergestellt, dass Theoretiker und Praktiker dafür zu sorgen haben, dass bezüglich der Leistung der Managementsysteme kein Stillstand geduldet wird. Clever!

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